- Maritime Wege an der Weser
Maritime Wege an der Weser
Tauchen Sie ein mit den "Maritimen Seiten" in die Geschichten, Charaktere und Begebenheiten der Unterweser-Städte.
Die Städte Elsfleth, Brake und Nordenham bieten je einen Rundgang entlang interessanter Punkte aus dem maritimen Fundus. Vor Ort finden Sie Tafeln mit informativen Texten und Fotos aus der Stadtgeschichte.
Zu Ihren Füßen weisen Ihnen Wegweiser die genaue Richtung. In Elsfleth mit einem Anker, in Brake mit Duckdalben und in Nordenham stadttypisch mit Ochsenhufabdrücken.
Maritimer Landgang
Die Seefahrerstadt Elsfleth gehört zu den ältesten Orten an der Unterweser. Die günstige Lage im Weser-Hunte-Dreieck sowie die Nähe zur Nordsee begründeten seit jeher die Verbundenheit Elsfleths zur Seefahrt. Einen bedeutenden Aufschwung erlangte Elsfleth durch die Erhebung des Weserzolls ab 1624. Alle Schiffe, die Bremen ansteuerten, mussten im Elsflether Hafen anlegen und die tranportierten Waren verzollen.
Der maritime Stadtrundgang beginnt im Hafen und beschreibt auf 15 Infotafeln die wichtigen Epochen der Seefahrtsgeschichte Elsfleths. Der Aufschwung der Werften und des Hafens und die Entwicklung der Seefahrtsschule können ebenso erlebt werden wie die Tradition der Segelschifffahrt, ihre Schulschiffe und die Heringsfischerei. Heute ist der Hafen Ausflugsziel für See- und Sehleute.
Als Symbol für die Seefahrt weist ein Anker auf den Fußwegweisern den Weg zu den Straßen und Plätzen, in denen sich das maritime Leben der Elsflether damals abspielte.
Auf den Spuren der Duckdalben
Die Lage Brakes am tiefen Fahrwasser der Weser bestimmt damals wie heute das maritime Leben der Stadt.
Dank der Schlagung mehrerer Duckdalben, den ehemals aus Pfählen bestehenden Anlegestellen für Schiffe im offenen Strom, entwickelte sich Brake zu einem bedeutenden oldenburgischen Schifffahrtsplatz an der Weser. In der Hafenstadt herrschte ein reges Treiben. Waren wurden verladen und in Packhäusern verstaut. Schiffsausrüster siedelten sich an und auf den zahlreichen Werften wurden hölzerne Segelschiffe gebaut.
Einen ganz andersartigen Charme erhielt die pulsierende Hafenstadt Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Ansiedlung der ersten deutschen Kriegsflotte unter schwarz-rot-goldener Flagge.
Auch heute noch bestimmen zahlreiche restaurierte Pack- und Handelshäuser das Ortsbild und zeugen von der bewegten Geschichte der Stadt. "Duckdalben" führen interessierte Besucher zu den damaligen und heutigen Schauplätzen des maritimen Lebens der Stadt am Weser-Strom.
Ochsenpfad
Als Mitte des 19. Jahrhunderts Ochsen in großer Zahl quer durch die Wesermarsch zum "Ochsenpier" in Nordenham getrieben und von hier aus nach London verschifft wurden, ahnte noch niemand etwas vom rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, den die Stadt in den nächsten Jahrzehnten nehmen würde.
Der kleine Ort rund um den Verschiffungsanleger entwickelte sich rasch, Personenschifffahrt wurde betrieben und ein großes Petroleumlager für den EXport gebaut. Um die Jahrhundertwende siedelten sich erste größere Industriebetriebe an, die heute als Niederlassungen weltweit agierender Konzerne noch immer ihren Sitz in Nordenham haben.
Ochsenhufabdrücke führen heute durch die Innenstadt und weisen den Weg zu geschichtsträchtigen Plätzen und Wegen in Nordenham. Sie zeigen die Stadtentwicklung rund um das ehemalige "Gut Nordenham" und begleiten den Besucher über die Straßen, auf denen einst die Ochsen zum Weserufer getrieben wurden.

